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Yes - we chem

Veröffentlicht von a.steidl am 7. März 2018

Präsentation eurer tollsten, interessantesten, aufregendsten, lehrreichsten oder spektakulärsten Experimente aus dem Chemie- bzw. Naturwissenschaftsunterricht.

Die Chemische Industrie Österreich und der Verband der ChemielehrerInnen Österreichs laden interessierte Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrpersonen ein, „Gelungene Beispiele“ aus dem Unterrichtsalltag im Rahmen der Veranstaltung „Yes-we chem“ zu präsentieren.

Als finanzielle Unterstützung erhält jede teilnehmende Schülergruppe € 250,- für den Chemieunterricht.

Die Veranstaltung beginnt um 14:00 Uhr mit einer kurzen Präsentation der jeweiligen Schule. Hier genügen 2-3 ppt-Folien, um die naturwissenschaftlichen Aktivitäten zu präsentieren.

Jede Gruppe hat einen Tisch zur freien Verfügung.

Im Anschluss daran, um ca. 14:45 Uhr beginnen die einzelnen Präsentationen der Experimente im Stationenbetrieb. Ziel der Veranstaltung soll es sein, den Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, ihr Wissen und Können zu zeigen.

Die wichtigsten Fakten kurz zusammengefasst:

  • Interessierte Schülergruppen (3-10 SchülerInnen)
  • ppt-Präsentation der Schule (3 Folien)
  • Materialien für das Experiment mitbringen

 

Fünf Mädchen und Buben aus der Klasse 3b nahmen mit ihrer Chemielehrerin daran teil.

Zuerst stellten wir mit Hilfe einer PowerPoint unsere Schule und deren Schwerpunkt vor. Danach führten wir unsere Versuche vor. Natürlich betrachteten wir auch die Versuche der anderen Schulen. Insgesamt nahmen 9 Klassen aus VS, NMS, Gymnasium und berufsbildender höheren Schule teil. Es stank, krachte, schmeckte, .... es war einfach sehr interessant, lehrreich und auch unterhaltsam, so kann Chemie Spaß machen;)

Unsere Versuche

 

 1.Versuch

Nicht-Newtonsche Flüssigkeit

1. Kapitel:

Aggregatzustände 

2. Material:

  • (Plastik-) Schüssel
  • Maisstärke
  • Wasser
  • (Löffel)

3. Durchführung:

Mische die Stärke mit dem Wasser ca. im Verhältnis 3:2 (= 3Teile Stärke und 2 Teile Wasser)

4. Beobachtung:

Tippt oder schlägt man kräftig auf den Brei, sinkt die Hand nicht ein, sie prallt auf der Oberfläche regelrecht ab. Wenn man die Hand jedoch langsam in den Brei senkt, sinkt sie in die Flüssigkeit ein.

5. Erklärung:

Der bei diesem Experiment  angerührte Brei ist eine Suspension, also ein heterogenes Gemisch aus einer Flüssigkeit (dem Wasser) und einem Feststoff (der Maisstärke), die sich nicht oder kaum in einander lösen oder chemisch miteinander verbinden. Das Ganze bildet in diesem Falle eine Nicht-Newtonsche Flüssigkeit.

Nicht-Newtonsche Flüssigkeiten haben keine konstante Viskosität, sondern verhalten sich je nach einwirkenden Kräften mal wie ein Feststoff, mal wie eine Flüssigkeit. Die Stärkekörner der Maisstärke sind von Wasser umgeben, was die Viskosität erhält, wird nun durch Druck diese Wasserhülle zwischen den Körnern verdrängt, “verhaken” sich die Körner und es entsteht eine feste Oberfläche.

6. Entsorgung:

Kann einfach in den Ausguss gekippt werden.

 

2.Versuch

Sauerstoffgewinnung aus KMnO4

1. Kapitel:

Sauerstoffgewinnung

2. Material:

  • Kaliumpermanganat KMnO4
  • Reagenzglas
  • Bunsenbrenner
  • Spat
  • Reagenzglashalter mit oder ohne Stativ

3. Durchführung:

Man gibt in das Reagenzglas ca. 2 Spatel Kaliumpermanganat. Es wird erhitzt, bis man kleine schwarze Wolken im Reagenzglas emporsteigen sieht. Dann wird ein Glimmspan entzündet, und wieder ausgepustet. Mit dem glimmenden Span geht man nun in das Reagenzglas.

4. Beobachtung:

Der Glimmspan leuchtet hell auf. Er entzündet sich in Sauerstoff wieder.

5. Erklärung:

Das Kaliumpermanganat zerfällt ab 240 Grad in Braunstein, Kaliumoxid und Sauerstoff. Sauerstoff ist für jede Verbrennung notwendig.

4 KMnO---->4 MnO2 + 2 K2O + 3 O2

4 Kaliumpermanganat --->4 Mangandioxid + 2 Kaliumoxid + 3 Sauerstoff

6. Entsorgung:

Können einfach in den Ausguss gekippt werden.

 

3.Versuch

Brennbare Eisenwolle

1.Kapitel:

Sicherungen

2.Materialien:

  • Batterie 4,5 V
  • Eisenwolle
  • Haltezange

3.Durchführung

Eisenwolle wird mit einer Haltezange zwischen den Kontaktstreifen einer Flachbatterie gehalten.

4.Beobachtungen:

Eisenwolle entzündet sich bzw. beginnt zu glühen. Wenn man die Eisenwolle dünn auseinander zieht, glüht die Wolle in einem Stück durch.

5.Erklärungen:

Mit Strom kann man bei Eisenwolle eine Reaktion auslösen. Nachdem die Eisenwolle glüht, verläuft die Reaktion genau wie bei entzünden der Eisenwolle. Auch hier reagiert die Eisenwolle mit dem Sauerstoff der Luft.

2Fe+ O2 -> 2FeO

6.Entsorgung:

Kann einfach in den Mullkübel gegeben werden.

 

Fotoquelle: 
a.steidl

Klasse: